Vereinshistorie

Vor der Vereinsgründung

Im Sommer 1952 schlossen sich die blasmusikbegeisterten Männer Fritz Ammon, Erwin Haag, Leo Hilbert, Heinrich und August Sturm, Josef Skalecki, Karl Vetter und Peter Wahl auf Anregung Karl Haag und Engelbert Hilbert sen. in Holzhausen zu einer Musikkapelle zusammen. Malermeister Rudolf Graf stellte hierfür die Instrumente zur Verfügung. Sie stammten von einer ehemaligen Eschacher Kapelle. Ein Einmalbetrag von 30 DM und wöchentlich ein Beitrag von 1 DM war der gemeinsame finanzielle Grundstock für die Anschaffung neuer Instrumente. Doch auch so manch einer schaffte sich sein neues Instrument mit eigenen Mitteln an. Unter der Leitung von Andreas Gritsch konnten nun die Musikproben aufgenommen werden. Als Proberaum diente hierzu ein Zimmer in der Wohnung von Karl Haag. Später verlagerte man diese in die "Krone".
Der erste Auftritt, beim dem sich die jungen Musiker der Öffentlichkeit präsentierten, war die
Weihnachtsfeier des MGV Eschach 1952. Alle Einnahmen aus dieser Veranstaltung wurden der jungen Kapelle für den Instrumenten- und Notenkauf überlassen.


Die Vereinsgründung

Am 17. Januar 1953 wurde der Musikverein Holzhausen aus der Taufe gehoben - dies geschah in der
Krone in Holzhausen. Damit war eine feste Organisation geschaffen, der erster Vorstand Karl Haag war. Zweiter Vorstand wurde Heinrich Sturm, Schriftführer Karl Benedix, Kassier Erwin Haag. Andreas Gritsch führte als erster Dirigent den Stab beim Musikverein Holzhausen. Schon bald darauf wurde der Verein in
den Bund Süddeutscher Volksmusiker aufgenommen. Neue Mitglieder traten bei, so dass Ende 1953 bereits 63 Mitglieder zu verzeichnen waren. Im Juli 1953, beim 75jährigen Jubiläum des MGV Eschach bestand der Musikverein Holzhausen seine Bewährungsprobe, denn es mußte an allen drei Veranstaltungstagen
gespielt werden.


Die Phase der Konsolidierung

Nachdem Andreas Gritsch seinen Wohnsitz wechselte, konnte man Willi Braun aus Leinzell einen neuen Dirigenten gewinnen. Von ihm gingen neuen Impulse aus und der Verein konnte sich weiterentwickeln - Mitgliederzahlen stiegen, der Leistungsstand wurde verbessert. Er führte die Kapelle zu Wertungsspielen - nach anfänglichen Enttäuschungen erreichte man beim Bundesmusikfest in Ravensburg im Jahre 1958 in der Unterstufe einen ersten Rang, 1963 beim Bezirksmusikfest in Schorndorf bereits in der Mittelstufe einen ersten Rang. Die mühevolle Arbeit wurde sichtlich belohnt. Der erste Höhepunkt des Vereins war sicherlich die Fahnenweihe im Jahre 1957, gefeiert mit einem großen Dorffest. Diese Fahne wurde fortan zu fröhlichen und traurigen Anlässen getragen und war Symbol für die Zusammengehörigkeit und Kameradschaft. Im Jahre 1960 gab es die erste einheitliche Uniform, womit man nun das optische Erscheinungsbild verbesserte.


Die Phase der Leistungssteigerung

1965 mußte Willi Braun aus gesundheitlichen Gründen die musikalische Leitung niederlegen. Sein Nachfolger war Franz Rott aus Herlikofen. Mit großer Umsicht und Tatkraft übte er seine Dirigententätigkeit aus. Mit hohem Fleiss erreichte der Verein unter der Stabführung von Franz Rott einen beachtlichen Leistungsstand. Bei Wertungsspielen 1968 in Sindelfingen, 1971 in Welzheim, 1975 in Bargau und 1977 in Oberkochen erzielte der Musikverein jeweils in der Mittelstufe einen ersten Rang. 1970 in der Rundfunksendung "Klang und Sang aus Stadt und Land" und 1976 "So singt's und klingt's im Lande" stellte die Kapelle unter Beweis, dass sie auch höheren Ansprüchen gerecht werden kann. Bei der Marschmusikbewertung 1980 in Herlikofen gab es einen ersten Rang mit Belobigung, bei den Wertungsspielen 1983 in Jagstzell, 1986 in Hüttlingen und 1989 in Untermünkheim gab es jeweils in der Mittelstufe einen ersten Rang mit Belobigung. Nach über 25jähriger Dirigententätigkeit und 50jähriger Musikertätigkeit trat Franz Rott 1990 in den wohlverdienten Ruhestand. Bei seiner Verabschiedung wurde er in Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes zum Wohle des Musikvereins zum Ehrendirigenten ernannt. Seine besonderen Verdienste lagen in der Jugendausbildung, mit der er qualifizierte junge Bläser nachzog, die heute noch den Kern der Stammkapelle bilden. Mit einer großen Anzahl von Musikstücken die er komponierte und arrangierte drückte er gleichfalls dem Verein seinen Stempel auf.


Die aktuelle Vereinsgeschichte

1991 trat der junge dynamische Dirigent Uwe Brandt aus Gaildorf die Nachfolge von Franz Rott an. Er bemühte sich den Leistungsstand der Kapelle zu erhalten und weiter auszubauen. Sein Debüt darüber gab er bereits beim Herbstkonzert 1991, bei dem die Zuhörer erkennen konnten, welch hohe Anforderungen er an seine Musiker stellte. 5 Jahre leitete er die Geschichte des Vereins. Er zeichnete für das Jubiläumskonzert anlässlich des 40jährigen Bestehens verantwortlich. 1994 gehen wir mit ihm zum Landesmusikfest nach Wangen. Hier konnten wir allerdings nur die Note gut-befriedigend mit nach Hause nehmen. 1996 folgte ihm Alfred May als Dirigent. Ein junger engagierter Steuerberater aus Aalen-Hofherrnweiler. Er führte den Musikverein 1996 auf Konzertreise nach Ungarn. 1998 traten wir unter seiner Stabsführung beim Wertungsspiel in Gschwend an. Wir erreichten die Note gut. Unter seiner Leitung entwickelte der Musikverein sich in neuer Richtung weiter. Es wurde moderne Unterhaltungsmusik aufgelegt, die auch mit Gesang unterstützt wurde. So haben wir auch im Jahre 2000 den "Grünen Ball" gemeistert - Tanz- und Unterhaltungsmusik mit der wir Mut zu neuen Dimensionen bewiesen. Im September 2002 erhielten wir mit Markus Kottmann aus Bettringen einen neuen Dirigenten. Ein junger dynamischer Berufsmusiker der uns in unserem Können und Wirken auf neue Art und Weise bestärken wird. Sein erstes Ziel, das Jubiläumskonzert 2003.


Erfolgreiche Jugendarbeit

Bereits von Anfang an legte der Musikverein Holzhausen großen Wert auf die Heranbildung eines guten Musikernachwuchses. 1961 gründete Willi Braun die erste Jugendkapelle, Franz Rott rief 1968 eine Weitere ins Leben. Seit 1973 wurde alle zwei Jahre eine starke Jugendgruppe im Einzel- und Gruppenspiel, theoretisch und praktisch in allen Instrumenten ausgebildet. Maßgeblich zur erfolgreichen Jugendarbeit trug hier Jugendleiter Josef Hilbert und seine Helfer bei. In verschiedenen Lehrgängen auf der Burg Niederalfingen, in Hüttlingen und Mutlangen werden die Jugendlichen gefördert. 1979 nahm die Jugendgruppe am "Tag der Bläserjugend" in Ulm teil. 1980 führte Josef Hilbert die Jungmusiker zum Kreisverband-Jugendkritikspiel in Aalen-Waldhausen, wo man für den Vortrag in der Mittelstufe dieNote sehrgut-gut mit nach Hause nehmen konnte. 1981 durfte die Jugendkapelle auf Einladung von Staatssekretär Dr. Dieter Schulte nach Bonn reisen, wo die Musiker mit ihren Platzkonzerten bleibende Eindrücke hinterließen. Die Dirigenten Uwe Brandt und Alfred May, sowie auch jetzt Markus Kottmann haben es stets gern übernommen, auch die Jugendkapelle zu dirigieren und weiterzubilden. So beteiligte sich die Jugendkapelle unter der Leitung von Alfred May im Mai 2001 beim Jugendkritikspiel in Leinzell und erreichte die Note 1-2. Nicht zu vergessen ist hier die Arbeit des Jugendleiters - in Josef Wolf hat der Verein einen engagierten Vertreter, der sich stets für die Interessen der Jugendlichen einsetzt. Auch bei den Konzerten der Stammkapelle stellen die Jungmusiker stets ihr Können unter Beweis. Die Jugendleiter, Dirigenten, viele ehrenamtliche Helfer und professionelle Ausbilder fördern stets das Können unserer jungen Musiker, so dass wir hier über ein ungeahntes Potenial verfügen, das wir gerne hegen und pflegen um den Leistungsstand unseres Vereins zu erhalten und zu steigern, denn die Jugend ist unsere Zukunft. So verfügt der Musikverein Holzhausen im Jubiläumsjahr 2003 über 57 Jugendliche unter 18 Jahren die in Ausbildung sind und teilweise schon bei den Music-Kids und in der Jugendkapelle spielen.


Die "Heimat" unseres Vereins

In den Anfängen des Vereins diente als Proberaum die "Krone", dann die "Wacht am Rhein" in Holzhausen, es folgte das "Kegelstüble". Später dann der Vereinsraum in der Gemeindehalle. Auf Initiative von Bürgermeister Reinhold Daiss wurde eine großzügige Erweiterung der Gemeindehalle in Angriff genommen. Dabei erhielt auch der Musikverein Räume im Untergeschoß, die er nach seinen eigenen Vorstellungen ausbauen konnte. Im Herbst 1989 bezogen die Musiker dann voller Stolz, das nun allen Ansprüchen gerecht gewordene Vereinsheim.


12345